Infos zur Pflege am Beispiel Allianz

Pflege in vertrauter Umgebung? – Pflegedienst, Haushaltshilfe, Pflegeheim

Wer sie im Falle einer Pflegebedürftigkeit betreut und die Kosten übernimmt, wissen mehr als ein Drittel aller Deutschen nicht. Doch wünscht sich fast jeder zweite Deutsche in den eigenen vier Wänden gepflegt zu werden. 1,2 Millionen Pflegebedürftige lassen sich aktuell von Angehörigen betreuen. Alternative Betreuungsmöglichkeiten sind Pflegedienste, Haushaltshilfen oder ein Pflegeheim.

Ambulanter Pflegedienst

Zu Hause kann man durch einen ambulanten Dienst, den Pflegedienst, betreut werden. Die Pflegedienste übernehmen Sachleistungen, also z.B. Hilfe bei der Nahrungsaufnahme, beim Ankleiden, Toilettengang oder Verlassen bzw. Wiederaufsuchen der Wohnung. Betreuende Tätigkeiten, der mobile soziale Hilfsdienst, hauswirtschaftliche Versorgung sowie besondere Serviceleistungen gelten als Privatleistungen, welche die soziale Pflegeversicherung nicht übernimmt. Mitunter kann die Kostenübernahme beim zuständigen Sozialamt beantragt werden.

Haushaltshilfe

Eine Alternative zum Pflegedienst ist eine Haushaltshilfe. Sie übernimmt überwiegend die täglichen Arbeiten im Haushalt, kann auch bei der Körperpflege, beim Essen und beim Laufen unterstützen.

Die Einstellung einer Haushaltshilfe hat über eine örtliche Arbeitsagentur zu erfolgen. Es muss einen Arbeitsvertrag geben, in dem Urlaub, Arbeitszeit sowie Gehalt geregelt sind. Im bundesdeutschen Durchschnitt kann man mit einem monatlichen Gehalt von 980 bis 1.200 Euro rechnen.

Pflegeheim

Eine stationäre Betreuung im Pflegeheim ist die teuerste Versorgungsart im. In Pflegestufe 2 oder 3 kostet die Unterbringung monatlich zwischen 2.500 und 4.000 Euro.

Wer trägt die Kosten?

Eine Grundabsicherung übernimmt die gesetzliche bzw. private Pflegepflichtversicherung. Die höchsten Pflegesätze in der Stufe III genügen dabei lediglich zur Hälfte, um einen Platz im Pflegeheim zu finanzieren.

Dem Bedürftigen muss grundsätzlich ein Unterhalt gewährt werden, der dem gelebten sozialen Status der letzten Jahre entspricht. Für Ehepartner, Kinder und Großeltern besteht Unterhaltspflicht, wenn der Betroffene die Kosten nicht selbst tragen kann. Erst wenn diese nicht zahlen können, übernimmt das Sozialamt die Kosten.

Wird der Ehepartner pflegebedürftig, so muss der andere Partner, soweit er ein finanzielles Auskommen hat, bis zu 3/7 seines Nettoeinkommens für seinen Partner aufbringen (Selbstbehalt 1.100 Euro). Diese Regelung gilt auch im Scheidungsfall, wenn die latente Unterhaltspflicht im Verfahren nicht ausgeschlossen wird. Eine Unterhaltspflicht kann lediglich dann ausgeschlossen werden, wenn absehbar ist, das der Pflegefall nicht eintritt.